Miami – Vancouver, ich habs geschafft!

August 8, 2006

Gestern war ein grosser Tag, nach 10138km auf dem Fahrrad bin ich in Vancouver angekommen. War ein unbeschreibliches Gefuehl!
Werde bis Freitag Mittag in Vanouver bleiben und fliege dann zurueck. Wenn alles mit der Umbuchung klappt sollte ich am Samstag 1630 wieder in der Schweiz sein 🙂
Mehr Details und die Fotos von der letzten Etappe werde ich euch dann aus der Schweiz liefern… Also dann, bis bald!

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Kueste Oregons bei schoen konstantem Nordwind!

July 26, 2006

Sitze gerade in Waldport (http://local.live.com/default.aspx?v=2&cp=44.426996~-124.066766&style=r&lvl=12) in einer kleinen Tankstelle die mit Internet ausgeruestet ist. Also nichts wie los und Fotos raufladen und den BLog aktualisieren!
Bin mittlerweile schon mehr als die Haelfte der Kueste Oregons raufgefahren und bin immer wieder von der Schoenheit beeindruckt und ueberall hat es superguenstige Campgrounds die nur 4 Dollar pro nacht verlangen wenn man zu Fuss oder per Fahrrad unterwegs ist!
 Suedlich von hier hatt es der Kueste nach riesige Sandduenen. Ich traff dort auf der Strasse ein paar Hippies  an die einen schoenen Platz  Nahe bei den Duenen gefunden hatten und ihr Lager dort aufgeschlagen hatten. Sie planten fuer den Nachmittag eine Wanderung in den Duenen und ich schloss mich ihnen an. Die Wanderung war super anstrengend, die Duenen waren sehr hoch und man musste etwa 3mal eine Pause einlegen bis man oben ankam und das obschon ich mittlerweile recht fitt bin!
Vor ein paar Tagen hatte ich ein etwas unschoenen erlebnis. Ich war auf einen schmalen Strasse unterwegs die auf meiner Seite etwa 3-4meter steil runtergieng. Ploetzlich sehe ich einen Pickup der unten am Hang im Gebuesch lag. Als ich nochmals genau hinschaue sehe ich dass der Fahrer noch drinnen sitzt. Der Puls war soffort auf 180 und meine Phantasie spielte Verrueckt. Ich kehrte soffort um, warf das Fahrrad an den Strassenrand und kletterte zum Auto runter. EIn LKW fahrer sah zum glueck das ganze, regelte den Verkehr und funkte soffort der Highway Patrol. Der Pickupfahrer kurbelte das Fenster runter als ich auf dem Weg nach unten war und sagte dass er in Ordung sei. Mir viel ein Stein vom Herzen! Ich half ihm auf die Strasse hoch, die Polizei kam kurz spaeter und ich machte mich mit einem Erlebnis reicher wieder auf dem Weg.
Mittlerweile habe ich schon ueber 9000km zurueckgelegt, nach Vancouver sind es “nur” noch knappe 1000! So wie es im Moment aussieht ist meine Reise etwas frueher fertig als geplant und werde wahrscheinlich schon in ca 3 WOchen wieder in der Schweiz sein…

From the East to the Westcoast, I made it!

July 10, 2006

Die Zeit vergeht im Moment sehr schnell und ich bin schon 200km noedlich von San Francisco in einem Dorf Namens Point Arena und habe entlich wieder mal die Moeglichkeit euch ein paar Fotos von den letzten Wochen zu zeigen 🙂
Die Ueberquerung der Sierra Nevadas gieng relativ gut, war jedoch sehr froh zu wissen, dass dies die letzten hohen Bergen waren die ich zu ueberqueren hatte! Von 2600m gieng es dann fast runter auf Sealevel im Valley von California, dementsprechend waren auch die Temperaturen. Californien ist jedoch sehr Fahrradfreundlich und 50km waren mehr oder weniger auf einem Fahrradweg, meistens im Schatten und genuegend Plaetze um auszuruhen. Am  3. Juli kam ich am Abend in San Francisco an und fand zum Glueck auf anhieb einen Platz in einer Jugendherberge, gut gelegen im Downtown. Der 4. Juli war Nationalfeiertag, am Morgen gieng ich zu Fuss die Stadt anschauen, am Nachmittag traff ich mich mit Freunden und wir namen die Faehre nach Sausalito. Am Abend schaute ich mir dann das Feuerwerk an.
Der 2. Tag gieng auch schnell vorbei und schon war ich wieder auf dem Fahrrad. Jedoch war es ein ganz spezieller Tag, die ueberquerung der Golden Gate stand auf dem Tagesplan. Das Wetter und die Aussicht war perfekt und genoss jede Sekunde! Jetzt bin ich bei kuehlen Temperaturen (tagsueber unter 20Grad!) auf dem Highway 1 RIchtung Norden unterwegs, gieniesse die schoenen und guenstigen Zelplaetze fuer Bike&Hike, muss mich jedoch noch ein bisschen an die hohe Luftfeuchtigkeit und die Kuehle gewoehnen! Noch ca 1100 miles und ich habe es geschafft!


 

Autoreise

June 29, 2006

Letzten Freitag war es soweit und ich konnte in Carson City das Mietauto abholen gehen. War ein ziemlich aufregender Moment fuer mich, nach so langer Zeit mal ohne zu schwitzen reisen zu koennen!
Ich machte mich dann gleich auf dem Weg zum Yosemite National Park, ich genoss es nach so langer Zeit in der Wueste wieder mal in den Bergen und Waelder zu sein! Jedoch hatte es fuer meinen Geschmack etwas viele Leute, es war Weekend und viele fluechteten vor der Hitzte.
Samstags gieng es dann schon weiter Richtung Death Valley. Es war in den Bergen schon richtig Heiss und ich hatte so meine Zweifel ob es sinnfoll sei den heissesten Ort in ganz Amerika zu besuchen. Aber ich hatte ja eine gute Klimaanlage und brauchte nur einen kuehlen Platz um zu uebernachten. Erstaunlicherweise hatt es in Death Valley Zeltplaetze auf 2500Meter wo es ganz angenehm war. Am Naechsten Tag fuhr ich dann quer durch den Park, gieng die Sandduenen und den Tiefsten Punkt auf der Noerdlichen Hemisphaere anschauen und kam am spaeten Nachmittag in Las Vegas an.
Las Vegas ist eine absolut eindrueckliche und verrueckte Stadt, verbrachte 2 Naechte dort, machte einen kleinen AUsflug zum Hoover Damm. Die Abende verbrachte ich am Strip von Vegas, gieng die verschiedenen Casinos anschauen und versuchte mich etwas am Glueckspiel. Neeeiinn, ich wurde leider nicht zum Milionaer 😉
Die Zeit gieng sehr schnell vorbei und schon bin ich wieder in Carson City, ohne Auto…
Die Reise hat sich absolut gelohnt und ich freue mich sehr auf San Francisco und die Kueste Californiens!

The lonliest Road in Amerika – I survived it!

June 20, 2006

Entshculdigung dass ich mich schon so lange nicht mehr gemeldet habe, aber Internet findet man hier in Nevada leider recht selten, auch andere wichtigere Dinge wie Shops etc findet man nicht sehr oft, dazu jedoch spaeter mehr.
Seit dem letzten Post in Kanab ist viel geschehen, werde mich jedoch relativ kurz fassen wegen Zeitdruck!
Nach Kanab fuhr ich durch den Zion Nationalpark. Auf dem Zeltplatz traff ich ein paar Jungs an die fuer die Airforce outdooraktivitaeten organisieren mussten und am rekognoszieren waren. Sie planten eine grosse Tageswanderung durch einen Canyon und ich konnte mich ihnen anschliessen. Die wanderung wahr sehr eindruecklich, manchmal mussten wir uns abseilen oder durch Pools schwimmen, hat echt Spass gemacht.
Danach ging es weiter nach Cedar City und von dort Richtung Grand Basin Nationalpark. Von Cedar City an wurde es recht anstrengend, die Doerfer sind meistens 100-140km voneinander entfernt, dazwischen ist in der Regel eifach nichts. Unvorstellbar fuer uns Schweizer. Ich kam zum 1. Mal so richtig an meine Grenzen, nicht nur koerperlich sonder auch mental. hatte die letzten Tage konstanten Gegenwind, musste jeden Tag 2-4 Berge erklimmen, das schlimmste war jedoch der Wind!!! Sogar Bergab musste man noch wie wild pedalen, ansonsten kam das Fahrrad zum Stillstand!!! Naja gemaess Wetterprognose sollte jetzt das schlimmste ueberstanden sein 🙂
Achja den Grandbasin Nationalpark haette ich noch beinahe vergessen zu erwaehnen. Im Prinzip besteht er aus einer Bergkette mitten in der Wueste. Auf ueber 3000 Meter jedoch wachsen die aeltestens baume der Welt 3000-5000 Jahre alt! Die musste ich natuerlich sehen, liess mein Gempaeck unten auf dem Campingplatz und machte mich auf den Weg nach oben. Ich sah dass die Bergspitzt in den Wolken war, dachte mir jedoch nichts boeses. Als ich dann fast oben war begann es zu schneien!!! Ich dachte zuerst dass ich wegen Sauersoffmangel halluzinationen habe oder so, aber es war wirklich so, mitte juni in der mitte einer Wueste: Schnee!!
Zur Zeit befinde ich mich in Middlegate (http://local.live.com/default.aspx?v=2&cp=39.307672~-118.173012&style=r&lvl=10) einem kleinen Ort in der Naehe Fallon. In Carson City werde ich wahrscheinlich ein Auto mieten (nein keine Angst werde nicht mogeln!) um den Yosemite Nationalpark, Death Valley und Las Vegas zu sehen…

Bye bye Grand Canyon & Arizona

June 7, 2006

Vor 2 Tagen habe ich den Grand Canyon entgueltig verlassen und heute schaffte ich es ueber die Grenze nach  Kanab (http://local.live.com/default.aspx?v=2&cp=37.048128~-112.527319&style=h&lvl=12) Utah.
Trotzdem moechte ich euch aber ein bisschen wissen lassen was in der letzten Zeit bei mir so gschehen ist!
Am Donnerstag vor einer Woche kam ich in Tusayan (in der Naehe des Canyons) an und konnte beim Flugplatz nicht wiederstehen einen Rundflug zu buchen. Entlich war ich seit langem wieder mal in der Luft und die Aussicht war einfach atemberaubend.
Am naechsten Tag giengs dann zum Grand Canyon Village wo sie schoene und guenstige Campingplaetze fuer Bike&Hike hatten, darum buchte ich gleich 5 Naechte. Die ersten 2 Tage wanderte ich hauptsaechlich entlang der Rim, jedoch schwebte mir vor einmal runter zum Fluss zu gehen, trotz allen warnungen dass man es nicht in einem Tag machen soll. Aber einen Radfahrer kann man nicht so schnell beeindrucken!!
Mein Plan die Wanderung in einem Tag zu machen aenderte sich dann aber ploetzlich, da ich auf dem Campingplatz 2 deutsche Radfahrer antraff die eine Bewilligung gekriegt hatten unten im Canyon zu Campieren was verlockender war als in einem Tag runter und rauf zustressen! Die Wanderung war absolut genial!!
Nach den 5 Tagen an der South Rim gieng es dann weiter zur North Rim, dazwischen war jedoch ein absolut anstrengendes Stueck in der Wueste und einen  AUfstieg von 3500ft auf 8840ft. Die Anstrengung hat sich aber gelohnt, hatte einen Campingplatzt mit dirketer Aussicht auf den Canyon und traff sehr nette Leute!
Jetzt geht es dann fuer mich weiter zum Mt. Zion National Park und danach schaue ich dass ich moeglichst schnell Nevada durchquerer kann bevor die Hitze noch unertraeglicher wird!
 

Phoenix bei 40 Grad Celsius!

May 22, 2006

Schon wieder fast eine Woche vorbei und ich habe wieder mal die moeglichkeit Internet zu nutzen 🙂
Befinde mich zur Zeit in Yarnell, siehe auch Karte auf folgendem Link:http://local.live.com/default.aspx?v=2&cp=34.222214~-112.747005&style=r&lvl=12
Am Freitag in der letzten Woche verliess ich die Berge mit dem kuehleren Temperaturen und machte mich auf den Weg Richtung Phoenix. Als ich den letzten Berg runterfuhr fuehlte es sich an als ob ich in einen Backofen hineinfahren wuerde! Habe noch nie eine solche Hitze erlebt! Die Wueste ist jedoch sehr schoen, ueberall hat es Kakteen verschiedenster Art, besonders eindruecklich sind die ganz grossen (siehe Foto).
Ich machte noch am gleichen Abend ausserhalb von Phoenix halt (effektiv sind es sicher 5 verschiedene Staedte, die jedoch alle zusammengewachsen sind), und fluechtete ins naechste Motel um mich abkuehlen zu koennen.
Am Samstag machte ich mich dann frueh auf den Weg um der groessten Hitze und Verkehr ausweichen zu koennen. Am Nachmittag kam ich dann bei einer Pause mit einem Fahrradfahren ins Gespraech und als ich ihm sagte dass ich nicht mehr weit fahren werde und ein Motel suche, lud er mich zu sich nach Hause ein. Fast unvorstellbar fuer ein Schweizer!
Solche Bekanntschaften machen riesig Spass und man sieht mal wie das Leben wirklich so ist und hat gute Diskussionen.
Jetzt befinde ich mich auf dem Weg Richtung Grand Canyon, sollte spaetestens am Wochenende dort ankommen. Bin froh dass ich jetzt wieder in den Bergen bin, immerhin ist es schon ein bisschen kuehler hier!

Felgenbruch, hohe Berge und Gewitter

May 17, 2006

Eigentlich wollte ich heute ein bisschen weiter fahren, da ich aber unterwegs einen Dornen eingefangen hatte und ich Schlauch und Reifen (war nach mehr als 5000km ziemlich abgenutzt 😉 ) auswechseln musste beschloss ich dass es mehr spass macht dies in einem gekuehlten Motel zu tun als draussen in der Hitze der Wueste!
Bin mittlerweile in Saffort Arizona, nur noch ca 250km von Phoenix entfernt. Die letzte Woche war sehr erlebnissreich! Zum erstem Mal hatte ich einen richtigen Pass ueberquert (2507M), gieng jedoch erstaunlich gut obwohl ich Wasser fuer 1.5 Tage dabei hatte und deshalb schwer beladen war.
Ich machte dann einen Umweg von ca 80km, da ich unbedingt die Gila Dwellings (Hoelen die zwischen 1280-1300 von Indianern bewohnt waren) sehen wollte. Sie befanden sich in einem verlassenen Tal das nur ueber einen Pass erreichbar war. Als ich mich auf der Abfahrt befand, merkte ich ploetzlich dass mein Hinterrad unwucht hatte! Im ersten Moment dachte ich, dass nur eine Speiche gebrochen war, beim genauer hinschauen stellte ich jedoch fest, dass 2 Speichennippel aus der Felge herausgerissen worden waren (siehe Foto). Mir blieb nichts anderes uebrig als das Fahrrad zum Campingplatz zu stossen und als ich dort fragte ob es einen Bus zu der naechsten Stadt gaebe erhielt ich folgende Antwort: You are in the Wilderness here. We don't have these fancy things! Am naechsten Morgen machte ich mich dann auf den Weg zu der Ranger Station der Nationalforest und frage dort an ob jemand in die Stadt faerht. Zum Glueck war dass der Fall und am Abend war ich dann schon dort (war nicht wirklich traurig dass ich die Strecke im Auto zuruecklegen konnte, hatte ein paar boese Aufstiege gehabt!).
Die letzten 2 Tage waren Wettermaessig spannend, schon relativ frueh bauten sich Gewitterwolken auf und ich machte meistens schon um 2Uhr oder frueher halt um gemuetlich das Zelt aufbauen zu koennen, bevors dann so richtig los gieng! Gestern gieng es relativ heftig zu und her, bin froh dass ich nicht ein Zelt aus dem Supermarkt habe!

Goodbye Texas and Welcome to New Mexico

May 9, 2006

Nach 3 Wochen und 2 Tagen habe ich Texas entlich geschafft. Fuer europaeisches Denken schon erstaunlich wie gross nur schon ein Staat sein kann in den USA!
Zur Zeit befinde ich mich in Las Cruces NM, habe einen schoenen Zeltplatz gefunden mit Schatten, was hier in der Wueste nich selbstverstaentlich ist. Darum habe ich gleich einen Tag freigenommen!
Gestern habe ich in El Paso einen guten Bikeshop gefunden und mein Fahrrad wieder mal auf Vordermann bringen lassen! Kette und Kraenke waren nach den 4800km die ich mittlerweile gefahren bin in schlimmen Zustand!
Die letzten Tage hatte ich schrecklichen Gegenwind, es hat einfahc nichts was den Wind ein bisschen bremsen koennte und mit all den Taschen ist man einfach ein fahrender Wiederstand. In 2 Tagen bin ich jedoch in den Bergen (bis zu 2300m!!!), da spielt dern wind nicht mehr solch eine grosse Rolle!

Border Patrol, Wueste und andere Dinge

May 1, 2006

Vor 2 Tagen begann ich meine Reise von Del Rio nach El Paso. Die Landschaft hat sich in den letzten paar Tagen sehr stark veraendert, es kam mir fast so vor wie wenn ich von einer Sekunde auf die Andere in der Wueste war! Ich genoss jedoch meine neue Umgebung mit vollen Zuegen! Manchmal kommt man sich jedoch fast ein bisschen verlassen vor, es ist jetzt normal dass man waehrend 100km nur vereinzelt ein Haus oder Camper in weiter ferne sieht, sonst ist mein einfach "in the middle of nowhere!" Heute morgen leistete mir jedoch die "Border Patrol" ein bisschen Gesellschaft. Ich war gemuetlich am fahren und hieng irgendwelchen Gedanken nach, da faehrt ploetzlich ein Fahrzeug der Border Patrol neben mir her und der Fahrer ruft mir zu das ich anhalten soll.
Ich war etwas veraergert, ich musste am Tag vorher schon meinen Pass zeigen der sich zuunterst in meinem Gepaeck befindet und befuerchtete nun schon dass sich das wieder wiederholt. Habe mich jedoch getaeuscht, der Polizist wollte nur mein Fahrrad ansehen, weil er vorhat sich eines zu kaufen und wir hatten eine Interessante Konverstion waehrernd einer halben Stunde 🙂 Schlussendlich bekam ich noch eine frische Grapefruit und dann giengs wieder weiter. Jetzt befinde ich mich in Sanderson in einem Motel, wollte wieder mal eine Nacht gut schlafen und von der Hitze fluechten…